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Ostern 2014. Das Plakat von Comunione e Liberazione

16.04.2014

Wie jedes Jahr gibt die Bewegung Comunione e Liberazione ein Osterplakat heraus mit einem Bild und kurzen Texten, die uns helfen sollen, das Geheimnis von Ostern besser zu verstehen.

Dieses Jahr ist das Bild ein Detail der Fußwaschung von Giotto (Cappella degli Scrovegni, 1303/1305, Padua).

Die Texte sind von Papst Franziskus aus dem Apostolichen Schreiben Evangelii gaudium und von Luigi Giussani aus dem Buch Il rischio educativo, Rizzoli, Milano 2005. (Das Wagnis der Erziehung, Eos-Verlag, St. Ottilien 1995).

Hier sind die beiden Texte:

„Jesus Christus liebt dich, er hat sein Leben hingegeben, um dich zu retten, und jetzt ist er jeden Tag lebendig an deiner Seite, um dich zu erleuchten, zu stärken und zu befreien“. Wenn diese Verkündigung die „erste“ genannt wird, dann nicht, weil sie am Anfang steht und dann vergessen oder durch andere Inhalte, die sie übertreffen, ersetzt wird. Sie ist die „erste“ im qualitativen Sinn, denn sie ist die hauptsächliche Verkündigung, die man immer wieder auf verschiedene Weisen neu hören muss. Diese Verkündigung entspricht dem Verlangen nach dem Unendlichen, das es in jedem menschlichen Herzen gibt. Diese Überzeugung aber wird von der eigenen, stets erneuerten Erfahrung getragen, seine Freundschaft und seine Botschaft zu genießen. Voraussetzung dafür ist, aus eigener Erfahrung davon überzeugt zu sein, dass es nicht das Gleiche ist, Jesus kennen gelernt zu haben oder ihn nicht zu kennen, dass es nicht das Gleiche ist, mit ihm zu gehen oder im Dunkeln zu tappen. Wir wissen sehr wohl, dass das Leben mit ihm viel erfüllter wird und dass es mit ihm leichter ist, in allem einen Sinn zu finden.
Papst Franziskus

Durch die Formung in meiner Familie und im Seminar und später durch meine eigene Meditation gelangte ich zu der tiefen Überzeugung, dass ein Glaube, der sich nicht in der täglichen Erfahrung finden ließe, der sich durch die Erfahrung nicht bestätigen ließe, der nicht im Stande wäre, auf deren Bedürfnisse zu antworten, dass so ein Glaube nicht in einer Welt bestehen könnte, in der alles – alles! – das Gegenteil behauptete und auch heute noch behauptet. Die Zuständigkeit des Glaubens für die Bedürfnisse des Lebens und folglich – dieses „folglich“ ist mir wichtig – die Vernünftigkeit des Glaubens aufzuzeigen, verlangt einen deutlich umrissenen Begriff von Vernünftigkeit. Zu behaupten, dass der Glaube die Vernunft voll zur Geltung bringt, heißt, dass der Glaube den ursprünglichen Grundbedürfnissen des Herzens eines jeden Menschen entspricht. Deswegen bedeutet Rechenschaft über den Glauben zu geben, immer mehr, immer weiter, immer dichter die Wirkungen der Gegenwart Christi im Leben der Kirche in ihrer Authentizität zu beschreiben, deren „Wächter“ der Papst in Rom ist.
Luigi Giussani

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