Papst Leo XIV. bei einer Audienz mit dem am Heiligen Stuhl akkreditierten Diplomatischen Korps (Quelle: @Vatican Media / Catholic Press Photo)

„Demut der Wahrheit und Mut der Vergebung“

Vom „schwer zu erreichendes, aber dennoch möglichen“ Gut des Friedens bis zu den „komplexen Herausforderungen unserer Zeit“. Die Rede von Papst Leo XIV. vor dem am Heiligen Stuhl akkreditierten Diplomatischen Korps

Exzellenzen,
verehrte Mitglieder des Diplomatischen Korps,
meine Damen und Herren,


zunächst danke ich Seiner Exzellenz, dem Botschafter George Poulides, dem Dekan des Diplomatischen Korps, für die freundlichen und wertschätzenden Worte, die er in Ihrer aller Namen an mich gerichtet hat, und heiße Sie zu dieser Zusammenkunft willkommen, bei der wir zu Beginn des neuen Jahres unsere guten Wünsche austauschen.

Es handelt sich um einen traditionellen Anlass im Leben des beim Heiligen Stuhl akkreditierten Diplomatischen Korps, der für mich jedoch eine Neuheit darstellt, der ich vor wenigen Monaten berufen wurde, die Herde Christi zu weiden. Ich freue mich daher, Sie heute Morgen begrüßen zu dürfen, und bin dankbar für Ihre zahlreiche Teilnahme, die sich in diesem Jahr durch die Anwesenheit der neuen residierenden Leiter der diplomatischen Vertretungen von Kasachstan, Burundi und Weißrussland erweitert hat. Ich danke den jeweiligen Regierungen für ihre Entscheidung, diplomatische Vertretungen beim Heiligen Stuhl in Rom zu eröffnen, die ein konkretes Zeichen der guten und fruchtbaren bilateralen Beziehungen sind. Durch Sie alle, sehr geehrte Botschafter und Botschafterinnen, möchte ich Ihren Ländern meine besten Wünsche übermitteln und mit Ihnen auf unsere Zeit blicken, die von einer wachsenden Zahl von Spannungen und Konflikten geplagt wird.

Das gerade zu Ende gegangene Jahr war reich an Ereignissen, angefangen mit denen, die das Leben der Kirche unmittelbar betrafen. Sie hat ein intensives Heiliges Jahr erlebt wie auch die Heimkehr meines verehrten Vorgängers, Papst Franziskus, in das Haus des himmlischen Vaters. Die ganze Welt hat sich am Tag der Beisetzung um seinen Sarg versammelt und den Verlust eines Vaters gespürt, der das Volk Gottes mit tiefer pastoraler Liebe geführt hat. ...

Die Ansprache von Papast Leo XIV. vor dem diplomatischen Korps.
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